Dreschmaschinen

Stiftendreschmaschine

Stiftendreschmaschine

Bei der Stiftendreschmaschine (Fig. 4) ist eine eiserne cylindrische Walze a, die Trommel, mit einer Anzahl schräg oder spiralförmig gestellter Stifte besetzt, welche bei der Umdrehung durch das System ähnlicher, an einer festen Platte, dem Dreschkorb b, angebrachter Stifte hindurchgreifen. Das zu dreschende Getreide wird von den Stiften der Trommel erfaßt, durch den Zwischenraum derselben mit den Stifen des Korbes hindurchgeführt und hier ausgestreift. Der Korb kann beliebig nahe zu der Trommel eingestellt werden, so daß hierdurch die Einwirkung des arbeitenden Teils auf die zu dreschende Frucht nach Bedürfnis verstärkt werden kann. Bei d wird das Getreide in den Dreschapparat eingegeben, während dasselbe bei g austritt. Die Schlagleistendreschmaschine (Fig. 5) besitzt als arbeitenden Teil ebenfalls eine cylindrische Trommel d, welche sich mit hoher Umfangsgeschwindigkeit (800-1100 Touren in der Minute) dreht. Dieselbe ist mit einer Anzahl von Stäben, den Schlagleisten e, bekleidet, die parallel der Achse am Umfang der Trommel angebracht sind. Der Dreschkorb, welcher dieselbe zum Teil umgibt, besteht ebenfalls aus einer Anzahl von Leisten, welche rostartig zusammengefügt und an ihrer innern Fläche mit eisernen Schienen bekleidet sind. Derselbe kann mittels einer Stellvorrichtung fg in angemessener Entfernung von der Trommel eingestellt werden, um für die verschiedensten Fruchtarten in gleicher Weise wirksam zu sein. a ist die Antriebswelle der Dreschmaschine, welche mittels eines Vorgeleges die Trommelwelle betreibt; das ausgedroschene Stroh tritt bei m aus der Maschine, während die Körner durch den gitterartigen Korb hindurchtreten. Der Einleger steht auf dem Brett 1.

Schlagleistendreschmaschine

Schlagleistendreschmaschine

Während bei der Stiftendreschmaschine die Körner aus den Ähren ausgestreift werden, findet bei den Maschinen mit Schlagleisten ein Ausreiben und Ausschlagen statt. Die Schlagleisten sind an dem Umfang gerippt, so daß sie eine erhebliche Reibung verursachen; überdies erfolgt bei der hohen Geschwindigkeit eine kräftige Schlagwirkung. Die Leistung stellt sich in Bezug auf die aufgewendete mechanische Arbeit bei dem Stiftensystem höher als bei dem Schlagleistensystem, und dies ist die Ursache, daß erstere immer mehr an Verbreitung gewinnen. Nur für sehr hohe quantitative Leistungen, wie sie von den kombinierten Dampfdreschmaschinen verlangt werden, ist das Schlagleistensystem das empfehlenswertere, da man die Trommeln in erheblicher Breite herstellen kann, was bei dem Stiftensystem nicht zweckmäßig ist.

Dampfdreschmaschine

Dampfdreschmaschine - Längsschnitt

Die innere Einrichtung einer Dampfdreschmaschine nach dem System von Clayton u. Shuttleworth in Lincoln (England) zeigt Tafel II, Fig. 3, im Durchschnitt. Die Maschine hat eine Trommelbreite von l,37 m und erfordert zum Betrieb eine Lokomobile von 8 nominellen Pferdekräften. Die Dreschtrommel a besitzt 8 stählerne, gerippte Schlagleisten, welche auf Unterlagen von Eschenholz befestigt sind; der Korb b ist mit den Stellvorrichtungen c versehen. Über der Einlegeöffnung befindet sich eine Sicherheitskappe d, um ein Hineinfallen der Arbeiter in die Dreschöffnung zu verhüten. Eine Spiralfeder erhält dieselbe in ihrer geöffneten Stellung, solange kein stärkerer Druck auf die Kappe oder auf das Speisebrett ausgeübt wird. Letzteres ist in einem Gelenk beweglich und durch Zugstangen mit der Kappe d verbunden. Die Feder wird derartig gespannt, daß ihm Pressung durch einen Überdruck, wie er z. B. durch das Auftreten eines Arbeiters auf das Speisebrett entsteht, überwunden wird, so dass sich die Öffnung sofort verschließt. e ist der vertiefte Stand für den Einleger. Das Stroh gelangt auf die Strohschüttler f, welche durch die Kurbelwelle g in schwingende Bewegung versetzt werden; an ihren Enden sind dieselben durch Gelenkhebel h gestützt. Der Ausdrusch sowie das durch den Boden der Strohschüttler fallende Material gelangen auf den großen Schüttelkasten i, welcher von den hölzernen Hängefedern k getragen und zur Vermeidung von seitlichen Schwankungen auch durch die eschenen Federn 1 geführt wird. Das gesamte auf i fallende Material tritt bei m in den Siebkasten n der ersten Reinigung, welcher von den Hängefedern o getragen und durch die Federn p geführt wird. i und n werden durch die gemeinschaftliche Kurbelwelle q mittels Lenkerstangen betrieben, und zwar sind die Kurbeln derartig gestellt, daß die Kasten in entgegengesetzter Richtung arbeiten, um die Schwingungen nicht auf die statischen Teile der Maschine zu übertragen. r auswechselbares Reutersieb, s und t Spreusiebe unter der Einwirkung des in dem Ventilator u erzeugten Windes, v verstellbare Klappe zum Zurückhalten der Körner. Ein feines Sieb w läßt die kleinen Unkrautsamen, Sand etc. hindurch, welche Teile seitlich austreten, während die gereinigte Frucht in den Schöpfbecher- Elevator x gelangt und von diesem in den Koppeylinder y geführt wird. Von diesem gelangt die Frucht in die Siebe z der zweiten Reinigung, welche ebenfalls in schwingende Bewegung versetzt werden und zwar unter der Wirkung eines kleinen, zur Seite der Maschine befindlichen Gebläses. Gutes Korn, welches von den Sieben herabgleiten sollte, ohne durch dieselben hindurchzutreten, wird von der Rinne a‘ in die erste Reinigung zurückgeleitet. B‘ ist eine verstellbare Sortiertrommel, um die vollständig gereinigte Frucht nach der Größe zu sortieren.

Dreschmaschinen

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