Ein Patenôtrier (altfranzösisch, auch Paternostermacher) ist ein historischer Handwerker, der sich auf die Herstellung von Rosenkränzen (Patenôtre) spezialisiert hat. Dieser seit dem Mittelalter existierende Beruf fertigte die Gebetsschnüre aus Materialien wie Koralle, Perlmutt, Bernstein, Jett (Gagat), Holz oder Edelmetallen an.
Hier sind die wichtigsten Details:
- Historischer Hintergrund: Patenôtrier bildeten schon zur Zeit der Renaissance eigene Zünfte oder Bruderschaften.
Seit dem Mittelalter organisierten sich diese Handwerker in spezialisierten Zünften, je nachdem, welches Material (Bernstein, Koralle, Bein oder Edelmetalle) sie verarbeiteten.
- Arbeitsweise: Die Herstellung erfordert hohe Handwerkskunst, Geduld und Erfahrung, um Perlen zu bearbeiten, zu schleifen und aufzureihen.
Sie fertigten die Gebetsperlen meist in aufwändiger Handarbeit an Drehbänken.
- Materialien: Verwendet wurden oft kostbare Materialien.
Einige Handwerker, die Patenôtriers-émailleurs imitierten, auch Jett, Koralle oder Perlen. - Berufskontext: Es gilt als eines der ältesten und seltensten Handwerke in Frankreich.
Zuweilen werden in historischen Dokumenten, wie den Enzyklopädien von Diderot, Werkstätten und Werkzeuge dieser Rosenkranzmacher dargestellt.



