Blei, das einen Schmelzpunkt von etwa 327,5 °C hat, wird industriell in Hochöfen geschmolzen. Dort wird das Erz mit Koks und Zuschlagstoffen (Quarz, Kalkstein) bei hohen Temperaturen reduziert. Durch diesen Prozess wird das Metall von Verunreinigungen getrennt, um reines Blei zu gewinnen. Für kleinere Mengen werden elektrische oder gasbefeuerte Schmelzöfen eingesetzt.
Das historische Verfahren des Bleigießens zu Blechen und Werkzeugen, das insbesondere in Diderot und d’Alemberts Enzyklopädie beschrieben wird, bestand darin, das Metall bei 327 °C zu schmelzen und es auf einen großen Tisch zu gießen, um Bleche unterschiedlicher Dicke oder Gussformen für Rohre herzustellen. Diese alte und gefährliche Technik erforderte spezielle Werkzeuge und eine Lederschürze, da das Blei anschließend für die Dachdeckung oder die Rohrleitungen geformt wurde.








